Stoffresteverwertung: Ein etwas anderer Nadelbaum, ein sog. „Stecknadelbaum“

Im Rahmen von Nephtyis Stoffroulette bekam ich unter anderem einen grünen Stoffrest mit bunten Punkten, mit dem ich zunächst nicht viel anzufangen wusste. Heute kam mir allerdings die Idee, daraus einen Nadelbaum zu machen, und zwar einen sog. „Stecknadelbaum“. Hier seht ihr meine Ausgangsmaterialien:

roetsch-Stoff-und-Schaumstoffreste

Außer dem Punktestoff seht ihr einen Rest Cordstoff, der vom Nähen einer Hose für meinen Mann übrig geblieben ist, eine leere Overlockgarnspule, Stecknadeln und einen Rest Schaumstoff. Der Schaumstoff ist ein Abfallstück vom Zuschnitt für dieses Fensterbanksitzkissen.

Nicht auf dem Foto zu sehen, aber trotzdem verwendet habe ich außerdem eine kleine Butterbrotplastiktüte und etwas Ziersand.

Zunächst habe ich den Cordstoff (mit der schönen Seite innen) um die Overlockspule gelegt, diesen mit Stecknadeln abgesteckt und zusammengenäht. Anschließend habe ich die untere Öffnung mit Cordstoff verschlossen, und zwar mit Handstichen. Oben habe ich den Cordstoff etwas überstehen lassen, damit man ihn später in die Spule stecken konnte.

roetsch-Baumstamm-Stecknadelbaum-von-unten

Um der Spule etwas mehr Standfestigkeit zu verleihen habe ich mit einer Pinzette eine kleine Butterbrotplastiktüte in sie hineingeschoben und diese mit Ziersand gefüllt. Anschließend habe ich die Tüte verknotet und den Knoten und den überstehenden Cordstoff in die obere Öffnung der Spule gesteckt.

Dann habe ich den gepunkteten Stoffrest zusammengelegt, um zu sehen, wie groß die Baumkrone werden darf. Ausgehend von der Größe des zusammengelegten Stoffrestes habe ich mit Schere und Cuttermesser eine vorher mit einem Stift auf den Schaumstoff gezeichnete Baumkrone ausgeschnitten. In die Unterseite des Schaumstoffs habe ich ein Loch geschnitten, um die Baumkrone später auf den Stamm aufstecken zu können. Die Schaumstoffumrisse der Baumkrone habe ich anschließend mit Schneiderkreide auf den doppelt gelegten Stoff übertragen und diesen entlang der Kreidelinie zusammengenäht. Unten habe ich eine großzügige Wendeöffnung gelassen, weil ich ja den Schaumstoff noch hineinbekommen musste.

Nachdem ich den Schaumstoff in die genähte Baumkrone hineingesteckt habe, konnte ich ihn auf den Baumstamm aufstecken und die Krone und den Stamm mit Handstichen zusammennähen. Zuvor habe ich beide Teile mit Stecknadeln fixiert.

roetsch-Verbindung-Stamm-und-Baumkrone-mit-Handstichen

Der Ziersand verleiht dem Stecknadelbaum einen guten Stand, wie ihr auf den folgenden Bildern sehen könnt:

roetsch-Stecknadelbaum-aus-Stoffresten-auf-Treppe

Im Garten ist er unser einziger Nadelbaum:

roetsch-Stillleben-mit-Steck-Nadelbaum-von-der-Seite-gesehen

Mir und meiner jüngsten Tochter gefällt unser neuer Stecknadelbaum, mein Sohn findet ihn nicht so toll. So ein Nadelkissen aus Stoffresten ist auf jeden Fall einzigartig.

Was denkt ihr?

Die anderen vier Stoffe vom Stoffroulette habe ich auch schon vernäht, was daraus geworden ist zeige ich euch in gesonderten Beiträgen.

Liebe Grüße
Carmen

verlinkt mit Rums

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