Mein Nadelbrief für frau nahtlust

Ihr Lieben,
wie angekündigt zeige ich euch heute meinen Nadelbrief, den ich im Rahmen von Milas Nadelkissentausch für meine Tauschpartnerin Susanne von nahtlust genäht habe. Wie auch ich hat Susanne einen Steckbrief geschrieben, aus dem ich einige ihrer Vorlieben entnehmen konnte. So wusste ich, dass sie sich einen Nadelbrief und kein Nadelkissen wünschte.

In ihrem Steckbrief schrieb sie über sich selbst:

„Farblich bin ich der kräftige Typ und mag gerne klare Farben und allerlei an coolen Fantasie- oder Blumen und auch gerne Retromuster. Hauptsache nicht zu verspielt. Meine Lieblingsmaterialien sind ganz klar Stoff und Papier und hin und wieder Garn zum Besticheln der beiden anderen Materialien.“ (http://nahtlust.de/2015/10/02/nadelkissentausch-ich-bin-dabei/)

Außerdem gab sie an, Sprüche wie „Just be“ oder „Be yourself“ zu mögen.

Mit dem Steckbrief allein wollte ich mich aber nicht zufrieden geben und schaute mir Susannes Blog, den ich auch vorher schon kannte und bereits einige Male besucht hatte, noch einmal genauer an.

Anschließend ging ich in meinem Nähzimmer auf Materialsuche und habe mir einen Schnitt überlegt. Zuvor habe ich noch nie einen Nadelbrief genäht. Ich habe zwar ein Schnittmuster für einen Nadelbrief hier, diesen wollte ich aber nicht verwenden, weil er mir für Susanne irgendwie unpassend erschien. Die Pinterest-Seite, die Mila extra für die Teilnehmerinnen angelegt hat, die eine riesige Sammlung Nadelkissen und -briefe zeigt, habe ich nicht genutzt, weil ich dort nicht angemeldet bin und außer der groß eingeblendeten Aufforderung, mich zu registrieren, alles nur sehr mühsam oder aber gar nicht betrachten konnte.

Ich bin aber ohnehin ein Freund des Selber-Denkens, deshalb fand ich das auch nicht schlimm.

Herausgekommen ist jedenfalls dieser speziell für Susanne gefertigte Nadelbrief:

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Die bunten Stoffe habe ich aus Princeton mitgebracht.

Der Stoff mit den Vögeln (ein GOTS-zertifizierter cloud 9-Stoff aus der für JoAnn angefertigten House & Garden-Kollektion) gefiel mir so gut, dass ich ihn in gestickter Form auch auf die Vorderseite übertragen wollte. Witzigerweise hat Susanne nachdem der Nadelbrief schon fertig war selbst auch einen Vogelstoff vernäht. Um mich nicht gleich zu verraten, habe ich das Motiv bewusst nicht digitalisiert und mit der Maschine ausgestickt, sondern zum Teil mit der Hand, zum Teil mit dem BSR-Fuß meiner Nähmaschine. Der BSR-Fuß ist ein Spezialfuß, mit dem man wunderbar freihand sticken oder quilten kann. Hier habe ich das bei einem Babyquilt ja schon einmal gezeigt.

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Dazu habe ich das Motiv auf wasserlösliches Stickvlies übertragen, das Vlies auf den in einen Stickrahmen eingespannten Stoff gelegt (ein Rest Vorhangstoff, den ihr vielleicht noch von hier oder hier kennt) und alles nachgestickt. Wie man sieht, bin ich im Handsticken nicht sehr geübt. Deshalb habe ich einen Teil der Blätter noch einmal mit ausgeschnittenen Stoffblättern übernäht, andere gleich mit dem BSR-Fuß ausgestickt. Dafür dass ich den BSR-Fuß zum ersten Mal zum Sticken eines Motivs verwendet habe, bin ich ehrlich gesagt sehr zufrieden, denn selbst die kleinen Details der Vögelchen wie Schnabel und Auge sind sehr gut erkennbar. Auf den Fotos, die Susanne von ihrem Nadelbrief gemacht hat, könnt ihr das noch besser erkennen.

Passend zur Farbe der Schnäbel und weil Susanne im Oktober „Orange“ als Monatsthema ihrer Papierliebe-Aktion gewählt hat und weil sie Sprüche mag, habe ich mit orange-farbigem Stickgarn „Sew happy!“ aufgestickt und zwar so, als würde einer der Vögelchen das rufen. „Sew happy!“ soll nichts weiter bedeuten, als dass sie glücklich nähen soll. Weil ich weiß, dass Susanne sich einen Nadelbrief gewünscht hat, den sie auch in ihre Garn- oder Häkeltasche stecken kann, habe ich auf die Rückseite ein Stückchen Webkante des Stoffes mit dem Namen der Kollektion „House & Garden“ aufgenäht. Egal, ob sie drinnen oder draußen näht, sie soll glücklich dabei sein. Außerdem glaube ich, dass sie einzelne Wörter mag, zumindest bei ihrem Teaser zum Adventskalenderwichteln konnte man diesen Eindruck gewinnen.

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Passend zu den Wörtern habe ich ein (Vogel-)Haus gestickt und genäht, auf das ich ein kleines aus NY mitgebrachtes Spiegelchen als Schlupfloch genäht habe und daneben wieder ein Vögelchen mit dem BSR-Fuß gestickt. Von den Spiegelchen habe ich noch einige mehr in anderen Farben gekauft, das orange Spiegelchen passte farblich perfekt zu den auf der Webkante abgebildeten Blumen und der gestickten Schrift der Vorderseite. Damit das Vögelchen nicht einfach so herumsteht, habe ich noch ein Spitzenbändchen aufgenäht, durch das ich einen grünen Faden des von mir verwendeten Stickgarns gezogen habe. Das Spitzenbändchen habe ich neben vielen anderen hier bereits gezeigten Dingen aus Wien mitgebracht. Zunächst war ich unsicher, ob Susanne Spitzenbändchen mag, aber nachdem sie eine Tasche gepostet hatte, auf die sie selbst ein Spitzenbändchen genäht hatte, war ich mir sicher, dass ich damit ihren Geschmack treffen würde.

Das Häuschen ist aus einem aus der Stoffecke in Münster-Wolbeck mitgebrachten Stückchen Wollfilz genäht, aus dem ich auch diese Tasche genäht habe. Auch innen habe ich diesen blauen Filz zum Hereinstecken der Nadeln verwendet. Weil ich in einem ihrer bei einer anderen Bloggerin hinterlassenen Kommentare gelesen habe, dass sie ihren Nadelbrief auch für ihre Häkelnadeln bzw. die Nadeln zum Vernähen der Häkelarbeiten verwenden will und diese eher groß sind, habe ich den Filz schräg zugeschnitten bzw. ihn nur noch etwas begradigt, denn schräg war der Rest ohnehin schon. So kann man große und kleine Nadeln schön getrennt voneinander einordnen und hat schnell einen Überblick. Meiner großen Tochter gefällt diese Asymmetrie allerdings nicht. Sollte es Susanne auch so gehen, kann sie ja einfach noch etwas Filz abschneiden. Für Filz zum Hereinstecken der Nadeln habe ich mich entschieden, nachdem ich dieses Filztäschen bei Susanne entdeckt habe.

Weil ich unbedingt noch etwas mit Papier in den Nadelbrief hineinbringen wollte, da Susanne gerne mit Paper arbeitet und jeden Monat eine Papierliebe-Aktion auf ihrem Blog durchführt, habe ich mit einer aus Princeton mitgebrachten Etiketten-Stanze einige Papp-Etiketten in verschiedenen Größen ausgestanzt. Damit diese nicht frei herumfliegen, habe ich auf eine Innenseite einen ebenfalls aus Wien mitgebrachten Gummi aufgenäht und auf die andere Seite zwei mehrfach unterteilte Einsteckfächer. Auf eines der Etiketten habe ich einige Knöpfe aufgenäht, auf andere etwas Stickfaden gewickelt. Die meisten Etiketten blieben allerdings leer, denn damit kann Susanne machen, was sie möchte. Ich wollte ihr nur zeigen, wofür ich sie vorgesehen hatte.

Weil Susanne es gerne praktisch liebt, habe ich in die Steckfächer auch noch eine kleine Schere, einen Nahtauftrenner und eine Einfädelhilfe hinein gesteckt. Zufälligerweise alle Teile in orange. Ich musste sie nicht einmal extra kaufen, sondern hatte sie noch ungenutzt in meinem Nähzimmer liegen.

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Geschlossen wird der Nadelbrief mit zwei eingenähten Filzstreifen. Was man nicht sieht, was Susanne aber vielleicht freut, ist die Tatsache, dass ich Außen- und Innenstoff mit Heat`n Bond, einer doppelseitigen Klebeeinlage, die man normalerweise zum Applizieren verwendet, zusammengebügelt habe. So steht nichts ab. Den Innenstoff habe ich zusätzlich mit einer Tascheneinlage verstärkt.

Als der Nadelbrief fertig war, war ich ehrlich gesagt doch noch etwas unzufrieden damit, denn die Schere fiel immer wieder heraus. (Man kann sie allerdings auch in das Gummiband stecken, dann hält sie.) Die Steckfächer würde ich beim nächsten Mal entlang der Außenkante nähen oder aber eine andere Verschlussart wählen (evtl. einen Reißverschluss). Auch das Spitzenbändchen ist beim Annähen doch sehr verrutscht und schief geraten, das kann ich eigentlich schöner. Zum Neunähen blieb mir aber leider keine Zeit und so machte er sich als kleines Brief-Päckchen auf den Weg in meine liebste deutsche Stadt:

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Weil ich mehrfach Sterne auf Susannes Blog gesehen habe, habe ich einfach einen Stern auf das Päckchen gebunden, den man übrigens auch als Nadelkissen verwenden kann.

Zum Glück gefiel der Nadelbrief Susanne aber trotz dieser Mängel.

Alle anderen im Rahmen des Nadelkissentauschs angefertigten wunderschönen und zum Teil auch abgefahrenen oder ungewöhnlichen Nadelkissen und -briefe findet ihr hier. Ich bin schon neugierig, welche Erklärungen die anderen Teilnehmerinnen zu ihren Werken schreiben, ganz besonders gespannt bin ich auf den Beitrag von Frau Zuckerrübchen, denn ich bin mir sicher, dass ich ihr meinen tollen Nadelbrief zu verdanken habe.

Liebe Grüße
Carmen

21 Gedanken zu „Mein Nadelbrief für frau nahtlust

  1. Ach, dein Werk ist so toll geworden – und zu lesen, was für Ideen dahinter stecken, gefällt mir noch mal so gut, auf diese Art begreift man die viele Gedanken/Arbeit, die in so einem kleinen Wunderwerk steckt. Übrigens: Frau Zuckerrübchen hat dir das Werk nicht geschickt, so viel ist schon verraten worden (verlink dich doch bitte auf der nadelkissentauschseite, da ist ihr irres Werk nämlich bereits zu sehen). LG mila

    • Liebe Mila,
      und ich war mir so sicher, dass Frau Zuckerrübchen mir meinen Nadelbrief geschickt hat. Jetzt bin ich sehr gespannt, wer sich sonst so viel Mühe für mich gemacht hat. Verlinkt habe ich mich gerade und ich werde deine Seite sicher heute noch mehrmals aufsuchen, denn auf die Einblicke der anderen freue ich mich schon sehr. Ich finde es übrigens ganz toll, dass wriklich alle mitgemacht und den Zeitplan eingehalten haben und dass du bei allen vorbeigeschaut und kommentiert hast.
      Liebe Grüße
      Carmen

      • Ich glaube, dass wegen eines Segeltuchschiffstoffs noch eine Teilnehmerin denkt, sie hätte ihr Werk von Frau Zuckerrübchen bekommen… Und du kannst dir meine Erleichterung darüber, dass wirklich alle ihr spezielles Werk erhalten haben, kaum vorstellen. Wobei ich eher gedacht hätte, dass die Post ein paar Werke verschwinden lässt…

        • Mein Päckchen hat auch sehr lange gebraucht, bis es angekommen ist. Freitag habe ich es losgeschickt, angekommen ist es am Mittwoch. Da hatte ich zwischenzeitlich auch schon Sorge, ob es verschollen ist. Toll, dass alles so gut geklappt hat und dass alle Spaß am Mitmachen hatten. Du hast aber auch alles perfekt organisiert. Danke nochmal.
          Carmen

  2. Ah, der war also von dir! Hab ich bei Frau Nahtlust schon sehr bewundert, besonders die vielen hübschen Details.
    Das ich deinen nicht gemacht habe ist ja schon geklährt?
    Liebe Grüße
    Jennifer

  3. Ich hab deinen wunderschönen Nadelbrief bei Susanne erkannt. Und wie viele Gedanken du dir gemacht hast …. wunderbar zu lesen in deinem ausfürhlichen Post und bezaubernd, wie viel Liebe du hineingesteckt hast. Besonders gut gefällt mir deine mitgebrachten Stoffschätze aus den verschiedenen Städten. Das ist bestimmt auch wunderbar für Susanne. Ich mag auch besonders die gestickte Vorderseite. Wer dein Nadelkissen wohl gemacht hat???? Es bleibt spannend. Herzliche Grüße sendet dir Karin

    • Liebe Karin, dein Naddelchen, wie deine Beschenkte es liebevoll genannt hat, ist aber auch mit seehr viel Liebe von dir gemacht worden. Obwohl es ganz auf die Wünsche deiner Tauschpartnerin zugeschnitten wurde, ist es doch auch typisch Karin-like. Deine schönen Nähmalereien (nicht die auf den Blüten, aber die vorher entstandenen) haben mich angespornt, doch auch mal mit der Nähmaschine zu malen bzw. freihand zu sticken, nämlich mit dem BSR-Fuß. Den muss ich dir bei deinem nächsten Besuch mal vorführen, ich bin sicher, dass du begeistert davon bist. Meine Tauschpartnerin hat sich leider noch nicht geoutet. Nachdem ich mit Frau Zuckerrübchen vollkommen falsch lag, bin ich jetzt wirklich neugierig.
      Herzliche Grüße und komm mal wieder vorbei, wenn du Zeit hast.
      Carmen

  4. Carmen, der Nadelbrief ist wunderschön geworden!! Du hast Dir wirklich sehr viele Gedanken und Mühen gemacht. Ich finde ihn großartig!! Dass die Borte schief genäht ist wäre mir gar nicht aufgefallen.
    Schön ist auch der Schriftzug und das Verwenden der Webkante!!
    Und das ganz ohne Schnittmuster!!
    Hut ab!!!
    Ganz liebe Grüße
    Silvia

    • Wie schön, dass er dir auch gefällt. Der Schnitt ist ja ganz einfach, nur war er leider noch nicht ganz durchdacht, da mit dieser Verschlussart die Schere herausfallen kann. Das hatte ich leider nicht bedacht, weil ich mit Nadelbriefen bislang keine Erfahrung habe. Beim nächsten Nadelbrief weiß ich das ja nun und werde es anders machen. Dank des Blogs werde ich es auch nicht vergessen. Solange man aus Fehlern lernt, ist es ja gut, dumm ist es nur, wenn man dieselben Fehler immer wieder begeht.
      Liebe Grüße und einen schönen Abend
      Carmen

  5. Juchu – jetzt weiß ich, von wem mein Nadelbriefschatz stammt! Oh, ich
    danke dir so sehr, Carmen. Dein Blogpost ist genauso ein Geschenk wie
    dein Nadelbrief selbst, und ich bin ganz hin und weg, was für Gedanken
    und liebe Überlegungen dir dazu gemacht hast! Das bekommt beides einen
    absoluten Ehrenplatz und mal ganz ehrlich: Ich glaube, deinen Blogpost
    drucke ich mir aus – quasi für mein “Poesiealbum”! Ich bin verzaubert.
    So wundervoll! Ich habe dein Nadelbrief schon im Einsatz und das Schräge
    beim Filz ist ganz genau so, wie es sein muss. DA wird nix begradigt! Es
    ist einfach rundum perfekt! Tausend lieben Dank! Und falls du mich mal
    wieder beschenken wollen würdest: gerne 😉
    Lieben Gruß
    Susanne

  6. Pingback: » Nadelbrief 2/3
  7. Tadaa! Deine Nadelfee bin ich 🙂
    Tut mir leid, dass du so lange auf die Auflösung warten musstest, ich hatte leider so wenig Zeit, um mich dem Beitrag zu widmen.
    Ich danke dir für deinen langen Beitrag zum Nadelbrief, ich weiß er ist in sehr guten Händen und wird geschätzt. Das war ein kleiner Ritterschlag für mich 🙂
    Viele liebe Grüße!
    Marta

    • Liebe Marta,
      dass jemand extra Stoff einkauft und sich ein Schnittmuster für mich überlegt und so toll umsetzt, ist auch ein Ritterschlag für mich. Ich weiß wirklich zu schätzen, wie viel Zeit und Mühe du dir gemacht hast. Das Häuschen, das du bekommen hast, ist auch ganz toll geworden. Überhaupt sind so viele schöne Werke durch den Nadelkissentausch entstanden, die es sonst in dieser Form wohl nicht gegeben hätte. Karin hat heute so schön in ihrem Blog geschrieben „es wird eine Kreativität freigesetzt, die sonst gar nicht ans Tageslicht gekommen wäre.“ (http://lockwerke.blogspot.de/2015/11/mein-nadelkissen-wird-zum-maskotchen.html). Recht hat sie und ich bin froh, ein Teil deiner freigesetzten Kreativität nun für immer hier zu haben. Schon seit Langem quäle ich mich mit einem Dresden Plate Quilt. Dein Nadelbrief und die aufmunternden Worte einer lieben Leserin motivieren mich, doch daran weiterzuarbeiten. Denn meine Quiltnadeln werde ich von nun an in meinem wunderschönen Nadelbrief aufbewahren (zumindest, bis sie verbogen sind).
      Liebe Grüße
      Carmen

      • Liebe Carmen 🙂
        ach beider Aktion ging mir das Herz auf, ich hoffe Mila lässt sich wieder etwas einfallen, um Bloggerinnen zusammen zu bringen. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und Durchhaltevermögen mit deinem Quilt. Ich bin gespannt, wann es auf deinem Blog erscheint:)
        Liebste Grüße!

        • Liebe Marta, ja die Aktion war eine wunderbare Idee. Mila hat nicht nur alles sehr gut organisiert, sondern meiner Meinung nach auch wunderbar moderiert. Bei vielen, die eine Linkparty veranstalten, habe ich das Gefühl, sie interessieren sich ja gar nicht dafür, was eingestellt wird, sondern wollen einfach nur ihre Aufrufszahlen steigern. Das war bei Mila eindeutig anders. Bei großen Linkpartys mit mehreren Hundert Teilnehmern ist das Moderieren aber zeitlich wohl auch kaum zu schaffen. Das Besondere an Milas Nadelkissentausch war aber auch, dass es keine einmalige Aktion war, sondern eine dreigeteilte: Steckbrief- erhaltenes Geschenk-eigener Nadelbrief/eigenes Nadelkissen.
          Dadurch konnte man doch einige Blogs besser kennenlernen. Bei anderen Linkpartys schaut man sich eventuell den eingestellten Beitrag an, kommt deshalb aber nicht unbedingt wieder oder schaut sich noch länger auf dem Blog um. Du bist auf jeden Fall schon die zweite Leserin, die mich motiviert, den Quilt zu beenden. Mein Mann meinte schon vor langer Zeit, ich soll es doch lassen, das bestärkt mich natürlich ganz und gar nicht. Weihnachten werde ich mal wieder einige Tage ohne Nähmaschine verbringen, eine sehr gute Gelegenheit, mich wieder mit dem Quilt zu befassen.
          Ganz liebe Grüße
          Carmen

          • ohh bloß nicht vom Mann abhalten lassen! 🙂 Im übrigen ist der Nadelbrief für Frau Nahtlust auch wunderschön geworden. Der Spruch und die Vögelchen sind einfach so süß und zaubern einem gleich ein Lächeln ins Gesicht. Und dass du auf die Bedürfnisse deiner Zugelosten so eingearbeitet hast, toll!

          • Keine Sorge, wenn ich mich von negativen Bemerkungen beeinflussen lassen würde, hätte ich das Nähen vermutlich längst aufgegeben. Auf die Bedürfnisse anderer, die man gar nicht kennt, einzugehen, macht ja oft auch Spaß. Dir ist das ja auch ausgezeichnet gelungen. Mir hat es aber auch Spaß gemacht zu lesen, wie die anderen Teilnehmerinnen die Wünsche ihrer Tauschpartner umgesetzt haben.

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